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Safe Schools

Sichere Schulen für Mädchen weltweit

Weltweit gehen 65 Millionen Mädchen nicht zur Schule. Sie lernen weder lesen noch schreiben. Niemand bringt ihnen bei, wie sie sich vor Krankheiten und Ausbeutung schützen können. Für viele Mädchen beginnt so ein Teufelskreis aus Armut, Diskriminierung und Gewalt, den sie nur durch Bildung und Aufklärung durchbrechen können. Amnesty international setzt sich für das uneingeschränkte Recht von Mädchen auf Schulbildung weltweit ein und appelliert an alle Staaten, Schulen für Mädchen sicher zu machen.

Machen Sie mit. Beteiligen Sie sich an der internationalen Initiative von Amnesty.

Einige Zahlen und Fakten aus dem Bericht "Safe Schools - Every Girl´s Right":

  • Eine US-Organisation, die sich der Ermittlung und Vorbeugung von Schulgewalt widmet, berichtet von mehr als 18 Fällen sexueller Belästigung an US-Schulen innerhalb von 10 Tagen Anfang 2007.
  • In Afrika, Asien und der Karibik durchgeführte Studien belegen, dass zahlreiche Mädchen wegen Schwangerschaft nach sexuellem Missbrauch oder Nötigung die Schule abbrechen mussten.
  • Die Bildungsministerin von Tansania Margaret Sitta berichtet, dass zwischen 2003 und 2006 mehr als 14.000 Schülerinnen wegen einer Schwangerschaft von der Grundschule oder weiterführenden Schule verwiesen wurden. Neben Vergewaltigungen, Erziehungsproblemen, früher Heirat und weiten Schulwegen nennt sie auch Armut als ausschlaggebenden Grund dafür, dass viele Mädchen in die Hände von Gewalttätern geraten.
  • Eine US-Studie belegt, dass 83 Prozent aller Schülerinnen zwischen 12 und 16 Jahren an öffentlichen Schulen in irgendeiner Form Opfer sexueller Belästigung wurden.
  • Laut einer Studie aus dem Jahr 2006 zur Situation von Schülerinnen in Malawi sagten über 50 Prozent aller Mädchen aus, sexuellen Kontakt "ohne ihre Einwilligung" gehabt zu haben, "sowohl mit Lehrern als auch Schulkameraden".
  • Studien über Lateinamerika zeigen, dass sexuelle Belästigung an Schulen unter anderem in der Dominikanischen Republik, in Honduras, Guatemala, Mexiko, Nicaragua und Panama weit verbreitet ist.
  • Dem UN-Bericht über Gewalt gegen Kinder (2006) zufolge "sind die Chancen hoch, dass sexueller Missbrauch dort, wo andere Formen der Schulgewalt ebenfalls präsent sind, besonders üblich und extrem ist".
  • In einer Studie zur Situation von Schülerinnen an weiterführenden Schulen in Simbabwe berichten 50 Prozent aller Mädchen über unerwünschten sexuellen Kontakt mit Unbekannten auf dem Schulweg. 92 Prozent erklären, ältere Männer hätten sie verbal belästigt.
  • 40 Prozent der 77 Millionen Kinder, die trotz erreichten Schulalters keine Schule besuchen, leben in Konfliktgebieten.
  • In Afghanistan sind in den letzten Jahren Brandanschläge auf Schulen (insbesondere Mädchenschulen) sowie die Bedrohung und Belästigung von Schülerinnen immer üblicher geworden. In der ersten Hälfte des Jahres 2006 gab es mindestens 172 gewalttätige Angriffe auf Schulen.
  • Aus einem 2002 verfassten Bericht des UNHCR und der Organisation Save the Children UK geht hervor, wie Lehrer ihre autoritäre Position gegenüber Mädchen in Lagern in Westafrka ausnutzten und den Mädchen gute Noten und andere Schulvorteile im Gegenzug zu Sex anboten.
  • Mädchen aus indigenen Volksgruppen oder Minderheiten sind besonders gefährdet, Gewalttaten zum Opfer zu fallen oder nur unter erschwerten Umständen Zugang zum Bildungswesen zu erhalten. So ist der Zugang zu Schulen und anderen Bildungseinrichtungen für Roma-Mädchen in mehreren europäischen Ländern äußerst hindernisreich. Sie haben mit Diskriminierung, Armut und traditionell patriarchalischen Strukturen zu kämpfen -allesamt Hindernisse, die die Perspektiven für Mädchen bedeutend schmälern und auf einen frühen Schulabbruch, Arbeit in der Familie und einefrühe Heirat hinauslaufen.

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