Amnesty International Gruppe Schwäbisch Hall (1615)

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Unsere Petitionen

Eilaktion, sofortiger Appell - URGENT ACTION

Seit 1973 setzt sich Amnesty mit den Urgent Actions weltweit für von Folter und Misshandlung bedrohte Menschen ein - und macht damit öffentlichen Druck auf Regierungschefs, Militärs und Sicherheitsbehörden, die die Menschenrechte verletzen.

Urgent Actions sind die denkbar schnellste Form der Intervention, um akut bedrohten Menschen das Leben zu retten. Allein 2008 startete Amnesty International 350 neue Eilaktionen - etwa 35 Prozent davon zogen positive Meldungen nach sich: Freilassungen, Hafterleichterungen, die Aufhebung von Todesurteilen oder auch Anklagen gegen die Verantwortlichen von Menschenrechtsverletzungen. An den Eilaktionen kann sich jeder beteiligen, auch wenn er nicht Mitglied bei Amnesty ist.

Aktuelle Urgent Actions sind zu finden unter
http://www.amnesty.de/urgent-action

Briefe gegen das Vergessen

Tag für Tag werden Menschen gefoltert, wegen ihrer Ansichten, Hautfarbe oder Herkunft inhaftiert, ermordet, verschleppt oder man lässt sie "verschwinden".
Sie können mit ihrem persönlichen Engagement dazu beitragen, dass Folter gestoppt, ein Todesurteil umgewandelt oder ein Mensch aus politischer Haft entlassen wird.
Schreiben Sie bitte, im Interesse der Betroffenen, höflich fomulierte Briefe an die jeweils angegebenen Behörden des Landes:

Dezember 2017

ÄGYPTEN HANAN BADR El-DIN

Hanan Badr el-Din setzt sich gegen das Verschwindenlassen ein, denn ihr Ehemann zählt zu den vielen Personen, die in Ägypten in den vergangenen Jahren verschwunden sind. Im Mai 2017 wurde sie bei der Suche nach ihrem Mann festgenommen und fälschlicherweise der »Mitgliedschaft in einer verbotenen Gruppierung« angeklagt. Ihr drohen mindestens fünf Jahre Haft.
Hanan Badr el-Din hatte ihren Mann zuletzt im Fernsehen gesehen, als er nach Protesten im Juli 2013 verwundet in eine Klinik kam. Doch als sie ihn dort besuchen wollte, war er nicht auffindbar. Sie suchte Polizeiwachen, Gefängnisse, Krankenhäuser und Leichenhallen auf, um etwas über sein Schicksal zu erfahren – ohne Erfolg.
Gemeinsam mit anderen Betroffenen gründete Hanan Badr el-Din daher im Jahr 2014 die Organisation »Familienkoalition der Opfer des Verschwindenlassens« und forderte öffentlich Aufklärung über das Schicksal der Verschwundenen. Diese Menschenrechtsarbeit dürfte der wahre Grund für ihre Inhaftierung und strafrechtliche Verfolgung sein. Die ägyptischen Sicherheitskräfte haben in den vergangenen Jahren Hunderte Menschen verschwinden lassen. Die Regierung bestreitet dies jedoch. Die Opfer sind meist politische Aktivist/innen, Protestierende oder Studierende, bis hin zu minderjährigen Schüler/innen.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe. an den ägyptischen Präsidenten und bitten Sie ihn, Hanan Badr el-Din umgehend und bedingungslos freizulassen und alle Anklagen gegen sie fallen zu lassen.

Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Präsident Abdel Fattah al-Sisi
Office of the President
Al Ittihadia Palace
Kairo, ÄGYPTEN
Fax: 00202-23911441; E-Mail: p.spokesman@op.gov.eg
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
(Standardbrief Luftpost bis 20 g: 0,90 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Arabischen Republik Ägypten, S. E. Herrn Badr Ahmed Mohamed Abdelatty, Stauffenbergstraße 6–7, 10785 Berlin
Fax: 030-4771049; E-Mail: embassy@egyptian-embassy.de
(Standardbrief: 0,70 Euro)

Unser Briefvorschlag zu diesem Fall:

Präsident Abdel Fattah al-Sisi Office of the President Al Ittihadia Palace Kairo ÄGYPTEN

Your Excellency,
With this letter I want to call your attention on the case of Mrs. Hanan Badr El-Din.
Hanan Badr el-Din campaigns against disappearance, because her husband is among the many persons that have disappeared in Egypt during the last years. May this year she has been arrested during her search for her husband and falsely accused of "membership in a forbidden group". She is threatened with at least five years of imprisonment.
At last Hanan Badr el-Din has seen her husband in June 2013 in the television when he came wounded into a hospital after protests. But when she wanted to visit him there, he was not findable. She visited police stations, prisons, hospitals and mortuaries to learn something about his fate - but without success.
In 2014, together with other concerned persons, she founded the organisation "family coalition for the victims of disappearance" and asked publicly for the clearing up of the fates of the disappeared persons. It is expected that this human rights work is the real reason for her arrest and the criminal prosecution.
During the last years, the Egypt security forces have let disappear hundreds of persons. But the government denies this. Mostly the concerned persons are political activists, remonstrating persons or students, up until underaged pupils
Your Excellency, I ask you to release Hanan Badr el-Din at once and without any conditions and to drop all charges against her.
Yours sincerely

Mai 2017

IRAN ABDOLFATTAH SOLTANI

Der 2.März 2017 war der 2000.Tag im Gefängnis für den gewaltlosen politischen Gefangenen Abdolfattah Soltani.
Abdolfattah Soltani ist ein bekannter Menschenrechtsanwalt, der mehrere Auszeichnungen erhalten hat. Er verbüßt derzeit eine 13-jährige Gefängnisstrafe, zu der er 2012 unter anderem wegen »Verbreitung von Propaganda gegen das System« und »Gründung einer illegalen Gruppe« verurteilt wurde. Die Vorwürfe beziehen sich auf seine Menschenrechtsarbeit und seine Rolle als Gründungsmitglied des seit 2008 verbotenen Zentrums für Menschenrechtsverteidiger (CHRD). Das Zentrum vertrat gewaltlose politische Gefangene, darunter JournalistInnen, Studierende und AktivistInnen.
Seit seiner Inhaftierung im September 2011 befindet sich Abdolfattah Soltani im Evin-Gefängnis in Teheran. Dort wird ihm trotz verschiedener Erkrankungen eine angemessene medizinische Versorgung verweigert, sodass er laut ärztlicher Einschätzung einem erhöhten Herzinfarktrisiko ausgesetzt ist. Er hat Schmerzen in der Brust und immer wieder Herzrasen. Zudem leidet er an Blutdruckschwankungen, einem Bandscheibenvorfall, Arthritis und Verdauungsstörungen. Dennoch verweigern ihm die iranischen Behörden nach wie vor die medizinische Versorgung und auch eine Haftaussetzung aus medizinischen Gründen.
Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an die Oberste Justizautorität des Iran und fordern Sie, dass Abdolfattah Soltani umgehend und bedingungslos freigelassen wird, da er ein gewaltloser politischer Gefangener ist, der nur aufgrund der Wahrnehmung seiner Rechte auf Meinungs- und Vereinigungsfreiheit im Rahmen seiner Tätigkeit als Menschenrechtsanwalt inhaftiert ist. Dringen Sie darauf, dass er fachärztliche medizinische Betreuung außerhalb des Gefängnisses erhält und vor Folter und anderen Misshandlungen geschützt wird. Weisen Sie darauf hin, dass die Verweigerung medizinischer Versorgung der Folter gleichkommen kann. Bitten Sie um die Zusicherung, dass Abdolfattah Soltani der regelmäßige Kontakt zu seiner Familie und einem Rechtsbeistand seiner Wahl gewährt wird.

Schreiben Sie in gutem Farsi, Englisch oder auf Deutsch an:
Oberste Justizautorität
Ayatollah Sadegh Larijani
c/o Public Relations Office
Number 4, Deadend of 1 Azizi
Above Pasteur Intersection
Vali Asr Street,
Teheran
IRAN
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
(Standardbrief Luftpost: 0,90 Euro)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Islamischen Republik Iran, S. E. Herrn Ali Majedi, Podbielskiallee 65–67, 14195 Berlin
Fax: 030-84353535; E-Mail: info@iranbotschaft.de (Standardbrief: 0,70 Euro)

Unser Briefvorschlag zu diesem Fall:

Your Excellency,
With this letter I want to call your attention on the well-known and multi honoured human rights attorney Abdolfattah Soltani. 2. March 2017 was the 2000.day in prison for him.
At present Abdolfattah Soltani serves a jail-sentence of 13 years he was adjudged in 2012 because of "spreading propaganda against the system" and "the founding of an illegal group". The reproaches refer to his human rights work and his role as a founding member of the Centre for Human Rights Defenders CHRD which has been forbidden in 2008. The centre has plead for political prisoners, among them journalists, students and activists.
Since his arrest in September 2011 he is in the Evin Prison in Tehran. There, despite of several diseases, he is rejected adequate medical care. According medical evaluation, he has a higher risk of infarction. Also he has aches in his breast and again and again heart punctures. Besides that he suffers from blood pressure fluctuations, a slipped disc, arthritis and digestive disorders. However, as always the authorities deny medical care and a suspension of the arrest because of medical reasons.
Your Excellency, I prompt you to release Abdolfattah Soltani immediately and without any conditions, because he is a non violent political prisoner, only imprisoned because the use of his right of freedom of opinion and freedom of association within the scope of his work as human rights attorney. I urge to give him medical care by specialists outside of the prison and to protect him from torture and other maltreatments.
Besides that I point out that the refuse of medical care can be tantamount to torture. I please you to ensure that Abdolfattah Soltani is granted regular contact to his family and to a legal counsel of his choice.
Yours sincerely

März 2017

SRI LANKA
PRAGEETH EKNALIGODA

Das »Verschwinden« des sri-lankischen Journalisten und Karikaturisten Prageeth Eknaligoda jährte sich im Januar zum siebten Mal. Er »verschwand« am 24. Januar 2010 im Vorfeld der damaligen Präsidentschaftswahlen. Prageeth Eknaligoda war für »Lanka-e-News« in der Hauptstadt Colombo tätig und kritisierte die Regierung offen. Vor seinem Verschwinden veröffentlichte er eine Analyse über die beiden Präsidentschaftskandidaten, die zum Vorteil des Oppositionskandidaten ausfiel. Amnesty International befürchtet, dass er wegen seiner journalistischen Arbeit Opfer des Verschwindenlassens wurde.
In Sri Lanka werden das Antiterrorgesetz und Notstandsbestimmungen immer wieder angewendet, um kritische Medien zum Schweigen zu bringen. Journalisten werden sowohl von Angehörigen der Sicherheitskräfte als auch von Mitgliedern bewaffneter Gruppen drangsaliert, entführt, tätlich angegriffen oder sogar getötet. Seit 2005 ist niemand im Zusammenhang mit der Tötung von Journalisten strafrechtlich verfolgt worden.
Die Ehefrau von Prageeth Eknaligoda, Sandya Eknaligoda, setzt sich unermüdlich für die Aufklärung des Schicksals ihres Mannes ein. Sie wird deshalb immer wieder drangsaliert und war in jüngster Zeit einer Hetzkampagne ausgesetzt.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Generalstaatsanwalt von Sri Lanka, in denen Sie ihn bitten, umgehend eine umfassende und unparteiische Untersuchung des Verschwindenlassens von Prageeth Eknaligoda in die Wege zu leiten. Bitten Sie ihn zudem, sicherzustellen, dass alle Personen, gegen die Beweise für eine Straftat vorliegen, strafrechtlich verfolgt und in Übereinstimmung mit internationalen Standards für faire Verfahren vor Gericht gestellt werden. Fordern Sie ihn darüber hinaus auf, dafür zu sorgen, dass die Familie von Prageeth Eknaligoda vor Drangsalierungen und Repressalien geschützt wird.
Schreiben Sie in gutem Singhalesisch, Tamil, Russisch, Englisch oder auf Deutsch an:

Hon. Jayantha Jayasuriya
President’s Counsel
Attorney General
P. O. Box 502
Hulfsdorp
Colombo 12
SRI LANKA

(Anrede: Dear Attorney General / Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt)
(Standardbrief Luftpost bis 20 g: 0,90 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Demokratischen Sozialistischen Republik Sri Lanka
S. E. Herrn Karunatilaka Amunugama
Niklasstraße 19
14163 Berlin

Fax: 030-80909757; E-Mail: info@srilanka-botschaft.de
(Standardbrief: 0,70 €)

Unser Briefvorschlag zu diesem Fall:

Dear Attorney General,
With this letter I want to call your attention on the case of the journalist and cartoonist Prageeth Eknaligoda.
24. January 2010 he "disappeared". in the run-up to the presidential elections of that time. Prageeth Eknaligoda worked for "Lanka-e-News" at Colombo and criticized frankly the government. Before his disappearance he published an analysis of both presidential candidates which fell out to advantage of the opposition candidate - amnesty international is afraid that he became victim of disappearance because of his journalist work.
In Sri Lanka the laws against terrorism and the emergency provisions are used again and again to strike dump the critical media. Journalists are pestered, kidnapped, attacked or even killed both by members of the security forces and members of armed groups. Since 2005 nobody has been prosecuted because of the killing of journalists.
The wife of Prageeth Eknaligoda, Sandy Eknaligoda, campaigning tirelessly for the clearing up of the fate of his husband. Because of this she is pestered again and again and recently has been subjected to a chevy campaign.
Dear Attorney General, I ask you to start immediately a comprehensive and impartial investigation of the disappearance of Prageeth Eknaligoda. Besides that I ask you to ensure that all persons where there are evidences for a criminal act are prosecuted and tryed, in accordance with international standards for fair trials. Furthermore I apply to you to ensure that the family of Prageeth Eknaligoda is protected against pesterings and reprisals.
Yours sincerely

Januar 2017

EL SALVADOR
TEODORA DEL CARMEN VÁSQUEZ

Teodora del Carmen Vásquez war bei der Arbeit, als sie plötzlich starke Schmerzen spürte. Sie konnte noch den Notarzt rufen, dann verlor sie das Bewusstsein und erlitt eine Fehlgeburt. Während sie blutüberströmt dalag, kam die Polizei, legte ihr Handschellen an und nahm sie wegen Mordverdachtes fest. Erst dann brachte man sie in ein Krankenhaus. 2008 verurteilte ein Gericht Teodora del Carmen Vásquez wegen "Mordes" zu 30 Jahren Gefängnis.
Hintergrund ist das absolute Abtreibungsverbot, das in El Salvador herrscht. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Schwangerschaft eine Gefahr für das Leben oder die Gesundheit der Mutter darstellt oder Folge einer Vergewaltigung ist. Selbst Frauen, die Fehl- und Totgeburten erleiden, werden kriminalisiert: Man wirft ihnen vor, heimlich einen Schwangerschaftsabbruch vorgenommen zu haben. Frauen, die wie Teodora del Carmen Vásquez aus armen Verhältnissen stammen, sind besonders betroffen. Sie werden von vornherein als schuldig betrachtet und können sich häufig keinen Rechtsbeistand leisten.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Justizminister von El Salvador, in denen Sie ihn auffordern, Teodora del Carmen Vásquez umgehend und bedingungslos freizulassen und dafür zu sorgen, dass alle Frauen freigelassen werden, die im Zusammenhang mit Schwangerschaftsproblemen inhaftiert und deren Rechtsmittel ausgeschöpft sind.
Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Mauricio Ramírez Landaverde
Ministro de Justicia y Seguridad Pública
17 Avenida Norte, Complejo Plan Maestro, Edificio B1, nivel 1
Alamenda Juan Pablo II
San Salvador
EL SALVADOR
(Anrede: Estimado Señor Ministro / Sehr geehrter Herr Minister)

Fax: 00 503 - 2281 5959
E-Mail: mramirez@seguridad.gob.sv
(Standardbrief Luftpost bis 20 g: 0,90 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Republik El Salvador
S.E. Herrn Jose Atilio Benitez Parada
Joachim-Karnatz-Allee 47, 10557 Berlin-Tiergarten
Fax: 030 - 20 64 66 29; E-Mail: embasal@embasalva.de
(Standardbrief: 0,70 €)

Unser Briefvorschlag zu diesem Fall:

Dear Minister,
With this letter I want to call your attention on the case of Mrs. Teodora Del Carmen Vásquez.
Teodora del Carmen Vásquez was at the job when she suddenly felt aches and pains. She could call the emergency doctor, but then she lost consciousness and suffered a miscarriage. While she laid there full of blood, the police came, handcuffed her and arrested her on murder suspicion. Only after she was brought to hospital. 2008 a court sentenced Teodora del Carmen Vásquez to 30 years of imprisonment because of "murder".
Background is the total ban on abortion in El Salvador. According to my information, even women who suffer a miscarriage or stillbirth are criminalized. They are accused of having made secretly an abortion. Women out of poorly circumstances are affected especially. From the start they are regarded as guilty and are often not able to afford a legal counsel.
Dear Minister, I challenge you to release Teodora del Carmen Vásquez immediately and without any conditions, and to ensure that all women are released that are imprisoned in connection with problem of pregnancy and who have no more legal means.
Yours sincerely

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