Amnesty International Gruppe Schwäbisch Hall (1615)

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Gruppe Schwäbisch Hall (1615)

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04.01.2017

Wir danken allen Spendern und Freunden für Ihre Unterstützung und wünschen allen ein GLÜCKLICHES NEUES JAHR 2017 !

NIMM DIR ZEIT

Nimm dir Zeit zum Arbeiten
dies ist der Preis des Erfolgs
Nimm dir Zeit zum Denken
dies ist die Quelle der Kraft
Nimm dir Zeit zum Spielen
dies ist die Quelle ewiger Jugend
Nimm dir Zeit zum Lesen
dies ist die Grundlage der Weisheit
Nimm dir Zeit zum Freundlich sein
dies ist die Straße zum Glück
Nimm dir Zeit zum Träumen
dies ist der Zug zu den Sternen
Nimm dir Zeit zum Lieben und Geliebt werden
dies ist das Privileg der Himmlischen
Nimm dir Zeit zum Lachen
dies ist die Musik der Seele
Nimm dir Zeit für deine Seele
dies ist das Geheimnis des Lebens
(Irische Segenswünsche)

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WIR LEBEN IN KÄFIGEN

Wir leben in Käfigen, gleichgebauten Käfigen, ca. 9 qm groß. In diesen Käfigen sollen wir Flüchtlinge uns nicht wohl fühlen. Wir sollen keine Hoffnung schöpfen, dass es uns hier besser gehen könnte als in unseren Heimatländern, aus denen wir geflüchtet sind. Wir fühlen uns hier sehr einsam und haben manchmal tagelang keinen Kontakt zu anderen Menschen von außerhalb, in einem Industriegebiet, umgeben von Stahl und Metall. Manchmal ist es hier fast ununterbrochen und ohrenbetäubend laut. Wir werden in diesen Käfigen wie Tiere im Zoo abgefüttert. Mit dem Unterschied,dass man dort darauf achtet, dass sie in einer schönen Umgebung leben und liebevoll behandelt werden.Sonst könnte die Zahl der Besucher sinken. Gibt es denn hierzulande keine Motivation, unsere Lage zu verbessern? Die jungen Menschen, die wie alle anderen Flüchtlinge nicht arbeiten dürfen und auch sonst keine Beschäftigung haben, tun mir besonders leid. Sie haben den ganzen Tag nichts zu tun und fühlen sich sehr einsam. Anstatt deren Potenzial zu nutzen, lässt man sie hier lieber verwahrlosen. Die Konsequenzen sind körperliche und seelische Krankheiten.
IRAJ RAMAZANI, 2013

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Unsere Neujahrsgrüsse für 2013:
Allen unseren Freunden und Förderern danken wir für Ihre Unterstützung durch Briefe, beim Mitmachen und für die Spenden. Wir wünschen allen ein glückliches und gesundes Neues Jahr !

VERBOTENE VÖGEL
Die politischen Gefangenen in Uruguay durften ohne Erlaubnis nicht reden, auch nicht pfeifen, lächeln, singen, schnell gehen oder andere Gefangene grüßen.
Sie durften auch keine Bilder von schwangeren Frauen, Paaren, Schmetterlingen, Sternen oder Vögeln bekommen.
Didako Perez war wegen „ideologischer Ideen“ eingesperrt. Eines Tages wollte seine fünf Jahre alte Tochter Milay ihn sonntags besuchen und brachte eine selbstgemalte Zeichnung von einem Vogel mit. Die Gefängniswärter zerstörten das Bild am Eingang zum Gefängnis.
Am folgenden Sonntag kam Milay mit einer Zeichnung mit Bäumen. Bäume sind nicht verboten und das Bild kommt durch. Didako lobt die Zeichnung seiner Tochter und fragt dann, was die kleinen farbigen Punkte oben im Baum sind, die man kaum zwischen den Blättern sehen kann: „Sind das Orangen? Was für Früchte sind das?“. Das Mädchen hält einen Finger vor ihren Mund und sagt leise „Pssst!“. Dann flüstert sie in sein Ohr: „Bist du albern? Siehst du nicht, dass das Augen sind? Es sind die Augen der Vögel zwischen den Zweigen, die ich für dich hereingeschmuggelt habe!“
EDUARDO GALEANO

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Unsere Neujahrsgrüsse für 2010 und 2011 lauteten
„Wir sollten die Praxis beenden, Worte als Verbrechen anzusehen.“
Der Schriftsteller und Dissident Liu Xiaobo hat als einer von über zehntausend Chinesen die Charta 08 unterschrieben, einen Aufruf für mehr Demokratie und Menschenrechte in China. 2010 erhielt er den Friedensnobelpreis. Am 24.Dezember 2009 wurde er zu 11 Jahren Haft verurteilt. Er war Dozent an der Pädagogischen Universität Peking und Präsident des chinesischen Pen-Clubs unabhängiger Schriftsteller. In zahlreichen Essays hat er die politische Lage in China analysiert:

„Auch wenn das Regime der Kommunistischen Partei der Post-Mao-Ära noch immer eine Diktatur ist, so ist es keine fanatische mehr, sondern eine rationale: sie wurde immer geschickter in der Nutzen-Analyse. Insbesondere nach dem Massaker vom vierten Juni, als keine noch so große Anstrengung den raschen Niedergang der KP-Ideologie aufhalten konnte, bedrohte eine Profit-Mentalität, eine weitverbreitete Korruption und soziale Polarisation die Legitimation der Partei. Selbst das Entfachen des Nationalismus durch die Diktatur half nicht mehr, um die Herzen der Menschen zu gewinnen. Aber dies gehört gerade zur Natur des Regimes und seines Scheiterns: Herrscher und Beherrschte finden zusammen in einem Handlungsprinzip des Profit-Vor-Allem-Anderen. Die Unterwürfigkeit wird durch das Versprechen eines bequemen Lebens erkauft, das bis ins Mark verrottet ist. Kein Pfennig ist mehr sauber, kein Wort mehr wahr.“ (The Many Aspects of CPC Dictatorship, 2006)
Liu Xiaobo ist einer von vielen gewaltlosen politischen Gefangenen weltweit, die Weihnachten und den Jahreswechsel in Haft verbringen müssen. Zu einer Zeit, in der die chinesische Behörden wohl glauben, die Aufmerksamkeit der demokratischen Welt sei geringer als üblich.
Die Charta 08 (chin. 零八宪章, Língbā Xiànzhāng) wurde 2008 von insgesamt 303 Personen verfasst – darunter eine bekannte tibetische Bloggerin, Rechtsanwälte und ein in Ungnade gefallener früherer Funktionär der Kommunistischen Partei. Trotz drohender Verhaftung traten sie als Erstunterzeichner an die Öffentlichkeit. Die Charta 08 fordert 19 Maßnahmen, um die Menschenrechtssituation in China zu verbessern. Verlangt werden unter anderem eine unabhängige Justiz, die Freiheit, Vereinigungen zu gründen und ein Ende des Einparteiensystems. „Alle Arten von sozialen Konflikten haben sich unablässig angesammelt und die Gefühle der Unzufriedenheit sind stetig angewachsen“, heißt es darin. „Das gegenwärtige System ist in einem Masse rückständig geworden, dass Wandel nicht mehr vermeidbar ist.“ China sei die einzige Großmacht, die immer noch ein autoritäres System beibehalte, das die Menschenrechte solcherart einschränke. „Diese Situation muss sich ändern! Politische demokratische Reformen können nicht länger hinausgeschoben werden!“ 2008 bestand die erste Verfassung Chinas 100 Jahre. Zum sechzigsten Mal jährte sich die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, zum dreißigsten Mal die Einrichtung der Demokratiemauer in Peking und zum zehnten Mal die chinesische Unterschrift unter den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte. Die Charta ist eines der seltenen in China verfassten Dokumente, die die herrschende Kommunistische Partei Chinas auffordern, größere Meinungsfreiheit zu gewähren und freie Wahlen zuzulassen. Sein Name ist eine Anspielung an die Charta 77, mit der Dissidenten Kritik am kommunistischen Regime der Tschechoslowakei übten.

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Unsere Neujahrsgrüsse von 2009 lauteten:
Courage ist die Mutter der Kunst. Auch der Theaterkunst. Die Kunst der Courage ist, die Courage nicht zu verlieren. Immer wieder anrennen. Immer im Widerstand. Gegen den Wind. Gegenströmung. Immer das Gegengewicht machen. Immer wach bleiben, dass die Waage im Gleichgewicht bleibt. Courage im Theater ist nicht nur Frage des Spielplans. Courage ist eine Lebensweise."
von Marcel Cremer, AGORA, das Theater der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, August 2008
(Marcel ist im Dezember 2009 gestorben.)

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Lokale Amnesty-Gruppe CRAILSHEIM-SHA setzt sich mit Unterschriften und Aktionen für Menschenrechte ein.

Mit Informationsständen am 9. und 10.März 2012 in Crailsheim und in Schwäbisch Hall, jeweils ab 10 Uhr, aus Anlass des Internationalen Frauentags. Diskriminierung und Gewalt prägen weltweit das Leben vieler Frauen. Mit einer besonders bildhaften Aktion möchten wir auf diese Tatsache hinweisen. Zum Beispiel Säureattentate in Bangladesch: Nach Angaben der "Acid Survivors Foundation" gab es von Mai 1999 bis Dezember 2010 mehr als 2000 Säureattentate. Drei von vier Opfern sind Frauen. Häufige Ursache dafür ist, dass sich die Frauen verweigern bei sexueller Annäherung oder Heiratsangebote anzunehmen.

Die Haller ai-Gruppe hatte Mitglieder verloren, in Crailsheim fanden sich neue Akteure. Vor fünf Jahren gründete sich Amnesty international Schwäbisch Hall-Crailsheim neu.
von Michaela Butz

„Ich habe damals viele Bücher über menschliche Schicksale und politisch Verfolgte gelesen und mir fiel auf, dass in einigen Nachworten Danksagungen an Amnesty International zu finden waren, also dachte ich mir, die ai-Aktionen bringen ja doch was“, so Silvia Fischer. Die Sozialpädagogin suchte daraufhin Mitstreiter und Anschluss an eine lokale ai-Gruppe. Neben Ellwangen und Aalen war die nächste die Schwäbisch Haller Gruppe. Da dort gerade einige Mitglieder ausschieden, kam die Crailsheimer Verstärkung gerade recht. Acht bis 15 aktive Mitglieder zählt die Gruppe seither. Die meisten der Aktiven kommen momentan aus der Crailsheimer Umgebung. Die Haller Gruppe brachte aber ihren großen Stamm von Fördermitgliedern ein. Kein unerheblicher Faktor, denn die lokalen Gruppen müssen, laut ai-Satzung, zur Finanzierung der ai-Menschenrechtsarbeit mit einem festen Jahresbeitrag beitragen. Immer wieder tritt die Gruppe nun seit fünf Jahren gemeinsam mit Aktionen an die Öffentlichkeit. Die Aufwendigste war sicherlich vor zwei Jahren die Kunstauktion in Schwäbisch Hall. Lokale Künstler spendeten damals ihre Werke, die für ein Mädchen-Bildungsprojekt auf Haiti versteigert wurden. Tradition haben auch die Aktionen vor dem Festumzug am Crailsheimer Volksfest. Neu ist eine Kooperation mit dem Crailsheimer Naturkostladen „biotop“. Nach einer Auftaktaktion, die für ein aktuelles Thema sensibilisiert, liegen im biotop Infomaterial und Unterschriftenlisten aus. Alle drei Monate soll so ein Aktion nun stattfinden.
„Daneben ist uns aber auch die klassische ai-Arbeit wichtig“, so der Haller Rainer Möck, der als Gruppensprecher fungiert. „Klassische Menschenrechtsarbeit“, das meint die Briefe, Faxe und Mails, mit denen sich ai-Mitglieder für die Freilassung von politisch Verfolgten, für faire Gerichtsverhandlungen und gegen Folter in aller Welt einsetzen. Tragische Einzelschicksale rücken bei den „Briefen gegen das Vergessen“ oder den „Urgent Actions“ (Dringenden Aktionen) ins Visier. Amnesty International wird im kommenden Jahr 50 Jahre alt - kein Grund zum Feiern, jedoch zum Mitmachen. „50 Prozent dieser Briefaktionen zeigen Erfolge, erreichen eine Freilassung oder bessere Haftbedingungen“, so Silvia Fischer. Manche der zu Unrecht Inhaftierten werden über Jahre oder gar Jahrzehnte von ai betreut und somit nicht vergessen. „Jeder kann hier mit seiner Unterschrift eingreifen, das benötigt nicht viel Zeit oder Geld und man muss auch kein ai-Mitglied sein“, betont Rainer Möck.

Unsere amnesty-Gruppe hatte 2008 die Künstler aus der Region Hohenlohe-Hall eingeladen, zur Feier des Jubiläums 60 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ein künstlerisches Zeichen für die Menschenrechte zu setzen.
24 Künstler sind dieser Idee gefolgt und hatten über 50 Bilder für diese Aktion gespendet und zum Verkauf freigegeben. Roland May aus Crailsheim leitete die Auktion fachlich und humorvoll.
Die Aktion hat Amnesty und unsere Gruppe in der Öffentlichkeit bekannter gemacht. Über hundert Besucher haben die sehenswerte Ausstellung in der Haalhalle in Schwäbisch Hall besucht und sich für das Anliegen von Amnesty interessiert. Ebenso wurde unsere neue Website mit großem Interesse wahrgenommen.
Für die Menschenrechtsarbeit in Haiti kann unsere Gruppe über 1.500 € zur Verfügung stellen. Das Engagement und die Bereitschaft der Künstler aus unserer Region, sich an dieser Aktion zu beteiligen, war stark. Wir werden weiterhin über die Situation in Haiti informieren.

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