Amnesty International Gruppe Schwäbisch Hall (1615)

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Gruppe Schwäbisch Hall (1615)

StartseiteSeit fünf Jahren greifen sie ein

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Lokale Amnesty-Gruppe CRAILSHEIM-SHA setzt sich mit Unterschriften und Aktionen für Menschenrechte ein.

Mit Informationsständen am 9. und 10.März 2012 in Crailsheim und in Schwäbisch Hall, jeweils ab 10 Uhr, aus Anlass des Internationalen Frauentags. Diskriminierung und Gewalt prägen weltweit das Leben vieler Frauen. Mit einer besonders bildhaften Aktion möchten wir auf diese Tatsache hinweisen. Zum Beispiel Säureattentate in Bangladesch: Nach Angaben der "Acid Survivors Foundation" gab es von Mai 1999 bis Dezember 2010 mehr als 2000 Säureattentate. Drei von vier Opfern sind Frauen. Häufige Ursache dafür ist, dass sich die Frauen verweigern bei sexueller Annäherung oder Heiratsangebote anzunehmen.

Nähere Informationen dazu unter MITMACHEN!

Die Haller ai-Gruppe hatte Mitglieder verloren, in Crailsheim fanden sich neue Akteure. Vor fünf Jahren gründete sich Amnesty international Schwäbisch Hall-Crailsheim neu.

von Michaela Butz

„Ich habe damals viele Bücher über menschliche Schicksale und politisch Verfolgte gelesen und mir fiel auf, dass in einigen Nachworten Danksagungen an Amnesty International zu finden waren, also dachte ich mir, die ai-Aktionen bringen ja doch was“, so Silvia Fischer. Die Sozialpädagogin suchte daraufhin Mitstreiter und Anschluss an eine lokale ai-Gruppe. Neben Ellwangen und Aalen war die nächste die Schwäbisch Haller Gruppe. Da dort gerade einige Mitglieder ausschieden, kam die Crailsheimer Verstärkung gerade recht. Acht bis 15 aktive Mitglieder zählt die Gruppe seither. Die meisten der Aktiven kommen momentan aus der Crailsheimer Umgebung. Die Haller Gruppe brachte aber ihren großen Stamm von Fördermitgliedern ein. Kein unerheblicher Faktor, denn die lokalen Gruppen müssen, laut ai-Satzung, zur Finanzierung der ai-Menschenrechtsarbeit mit einem festen Jahresbeitrag beitragen. Immer wieder tritt die Gruppe nun seit fünf Jahren gemeinsam mit Aktionen an die Öffentlichkeit. Die Aufwendigste war sicherlich vor zwei Jahren die Kunstauktion in Schwäbisch Hall. Lokale Künstler spendeten damals ihre Werke, die für ein Mädchen-Bildungsprojekt auf Haiti versteigert wurden. Tradition haben auch die Aktionen vor dem Festumzug am Crailsheimer Volksfest. Neu ist eine Kooperation mit dem Crailsheimer Naturkostladen „biotop“. Nach einer Auftaktaktion, die für ein aktuelles Thema sensibilisiert, liegen im biotop Infomaterial und Unterschriftenlisten aus. Alle drei Monate soll so ein Aktion nun stattfinden.

„Daneben ist uns aber auch die klassische ai-Arbeit wichtig“, so der Haller Rainer Möck, der als Gruppensprecher fungiert. „Klassische Menschenrechtsarbeit“, das meint die Briefe, Faxe und Mails, mit denen sich ai-Mitglieder für die Freilassung von politisch Verfolgten, für faire Gerichtsverhandlungen und gegen Folter in aller Welt einsetzen. Tragische Einzelschicksale rücken bei den „Briefen gegen das Vergessen“ oder den „Urgent Actions“ (Dringenden Aktionen) ins Visier. Amnesty International wird im kommenden Jahr 50 Jahre alt - kein Grund zum Feiern, jedoch zum Mitmachen. „50 Prozent dieser Briefaktionen zeigen Erfolge, erreichen eine Freilassung oder bessere Haftbedingungen“, so Silvia Fischer. Manche der zu Unrecht Inhaftierten werden über Jahre oder gar Jahrzehnte von ai betreut und somit nicht vergessen. „Jeder kann hier mit seiner Unterschrift eingreifen, das benötigt nicht viel Zeit oder Geld und man muss auch kein ai-Mitglied sein“, betont Rainer Möck.

MUTTER WERDEN. OHNE ZU STERBEN

In Sierra Leone und Burkina Faso sterben Tausende Frauen während der Schwangerschaft oder Geburt. Ihr Leben und das ihrer Kinder könnte in den meisten Fällen gerettet werden. Die hohe Müttersterblichkeit in Burkina Faso und Sierra Leone ist ein Schwerpunkt der Amnesty-Kampagne "Mutter werden. Ohne zu sterben." Werden auch Sie aktiv und engagieren Sie sich für die Mütter in Sierra Leone und Burkina Faso. Mehr Informationen unter

http://www.amnesty.de/muetter

Tag für Tag werden Menschen gefoltert, wegen ihrer Ansichten, Hautfarbe oder Herkunft inhaftiert, ermordet, verschleppt oder man lässt sie "verschwinden". Wir veröffentlichen regelmäßig unter der Rubrik Petitionen ein Einzelschicksal, um an das tägliche Unrecht zu erinnern. Internationale Appelle helfen, solche Menschenrechtsverletzungen anzuprangern und zu beenden.